Die Grundregel: Sie werden nass – ganz sicher
Zwölf Kilometer auf dem Köprüçay sind keine Bootsfahrt, bei der ein paar Spritzer über die Bordwand kommen. Sie paddeln selbst, und an den Stellen, die Ihr Guide für sicher hält, gibt es Badestopps. Wer trocken bleiben will, ist auf dem falschen Fluss. Deshalb beginnt jede Überlegung zur Kleidung mit einem einzigen Satz: Alles, was Sie am Körper tragen, wird nass – und muss das aushalten.
Das klingt banal, entscheidet aber über den ganzen Tag. Wer in Jeans und Baumwollpullover ins Boot steigt, sitzt danach in schweren, kalten Sachen und wartet auf die Dusche. Wer Badesachen unter leichter, schnell trocknender Kleidung trägt, steigt aus dem Boot, trocknet sich ab und geht zum Mittagessen. Die Rafting-Tour ab Side kostet 18 € pro Person – die richtige Kleidung kostet Sie nichts extra, sie muss nur in die Tasche.
Unter der Kleidung: Badesachen
Ziehen Sie Badeanzug, Bikini oder Badehose schon im Hotel an, unter die normale Kleidung. So sparen Sie sich das Umziehen in der Hektik der Ankunft, und an der Rafting-Station müssen Sie nur die Oberschicht ausziehen. Eine Umkleide gibt es dort, aber der Morgen läuft ruhiger, wenn Sie sie erst nach der Fahrt brauchen.
Wählen Sie Badesachen, die bei Bewegung sitzen. Sie paddeln, Sie steigen ein und aus, und beim Badestopp springen Sie ins Wasser. Ein Bikini, der beim ersten Sprung verrutscht, oder eine Badehose ohne Kordel sind auf dem Fluss keine gute Idee.
Darüber: leicht, schnell trocknend, egal ob es nass wird
Über die Badesachen kommt Kleidung, die nass werden darf und Ihnen danach nicht leidtut: ein leichtes Sportshirt, eine kurze Hose aus Synthetik oder ein Rash-Guard, wenn Sie einen besitzen. Baumwolle ist die schlechteste Wahl – sie saugt sich voll, wird schwer und trocknet auf der Rückfahrt nicht.
Ein Shirt über den Badesachen hat noch einen zweiten Nutzen: Es liegt zwischen Ihrer Haut und der Schwimmweste. Die Weste wird an der Station angepasst und sitzt eng, und über zwölf Kilometer ist ein Shirt darunter schlicht angenehmer als die Weste direkt auf der Haut.
Schuhe: die eine Regel, die nicht verhandelbar ist
Das Schuhwerk ist der Punkt, an dem die meisten Gäste danebenliegen, und der einzige Teil Ihrer Kleidung, über den der Veranstalter nicht mit sich reden lässt. Flip-Flops sind auf dem Fluss nicht erlaubt. Sie gehen im Wasser verloren, und ein nackter Fuß auf nassem Fels ist der kürzeste Weg zu einer Verletzung.
Sie brauchen Schuhe, die am Fuß halten und komplett nass werden dürfen: Wasserschuhe, alte Turnschuhe oder Sandalen mit Fersenriemen. Wenn Sie nichts Passendes dabeihaben, können Sie Wasserschuhe an der Rafting-Station mieten oder kaufen – den Preis dafür legt der Veranstalter vor Ort fest, deshalb nennen wir hier keinen. Alles Weitere zum Thema steht im Ratgeber Rafting-Schuhe.
Was Sie an der Station bekommen
Helm, Schwimmweste und Paddel stellt die Station, und alle drei werden Ihnen angepasst, bevor Sie ins Boot steigen. Sie sind im Preis der Rafting-Tour enthalten, ebenso die Sicherheitseinweisung und die Übungsrunde auf ruhigem Wasser. Kinder von 4 bis 11 Jahren bekommen Helm und Weste in ihrer Größe.
Alles andere, was Sie am Körper tragen, bringen Sie selbst mit. Planen Sie also nicht damit, dass Ihnen jemand ein Shirt oder Schuhe leiht – rechnen Sie mit Helm, Weste und Paddel, und packen Sie den Rest.
Für danach: Handtuch, trockene Sachen, Dusche
Der zweite Teil der Packliste ist der, den viele vergessen: die Rückfahrt. Nach dem Fluss und dem Mittagessen sitzen Sie noch eine Weile im Bus, und niemand möchte das in nassen Sachen tun. An der Station gibt es Duschen und eine Umkleide – aber sie nützen Ihnen nur etwas, wenn Sie etwas Trockenes zum Anziehen dabeihaben.
Sonnencreme kommt vor dem Einsteigen auf Gesicht, Nacken, Schultern und Knie – und nach dem Mittagessen noch einmal. Ein Hut passt nicht unter den Helm, deshalb ist die Creme im Boot Ihr einziger Schutz. Handy, Geldbeutel und die trockenen Sachen bleiben während der Fahrt in der sicheren Aufbewahrung an der Station.
- Ein Handtuch
- Komplette trockene Wechselkleidung, Unterwäsche eingeschlossen
- Ein zweites Paar Schuhe, falls Ihre Flussschuhe die Turnschuhe von morgens sind
- Ein Plastikbeutel für die nassen Sachen – erspart Ihnen einen feuchten Rucksack
- Sonnencreme, zweimal aufgetragen
Kombitouren: nass und staubig
Wenn Sie das Rafting mit Quad oder Buggy kombinieren, kommt eine zweite Anforderung dazu: Die Strecke durch den Wald ist staubig. Ein Bandana für Mund und Nase ist im Paketpreis nicht enthalten und wird an der Station extra verkauft; ein eigenes Tuch tut es genauso. Kleidung für diese Pakete darf also nicht nur nass, sondern auch schmutzig werden. Welche Pakete es gibt und was sie kosten, steht auf der Seite Rafting-Pakete ab Side – und wer nur den Fluss möchte, bucht die Rafting-Tour ab Side ohne Zusatz.